Der Verkauf eines Unfallwagens

Verunfallter Pkw

Hat Ihr Fahrzeug durch einen Unfall einen Schaden erlitten, ist die Situation nicht ausweglos für Sie. Der Verkauf Ihres Wagens ist aufgrund eines Unfalls nicht ausgeschlossen. Durch eine professionelle und qualifizierte Reparatur ist der Gewinn bei einem Verkauf häufig nur wenig geringer als bei einem unfallfreien Wagen. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei dem Verkauf eines verunfallten Fahrzeuges zu achten gilt. 

Merkmale eines Unfallwagens

Die Professionalität der Reparatur eines Unfallwagens kann seinen Wert stark anheben. In puncto Qualität kann so manch ein Unfallwagen noch mit einem Gebrauchtwagen mithalten. Daher sollten Sie sicher gehen, dass vor dem Verkauf eines Unfallfahrzeuges alle Merkmale, die auf einen Unfallschaden hindeuten, behoben sind. An einigen Stellen können Sie selbst nachhelfen und Ihr Fahrzeug optisch sowie funktional aufwerten. Ein auffälliges Indiz für einen Unfallschaden oder zumindest eine intensive Nutzung, sind stark abgenutzte Pedale und verschlissene Sitze. Diese können Sie gegebenenfalls vor dem Verkauf austauschen und Ihrem Wagen dadurch einen hochwertigeren Eindruck verleihen. Ein Profi wird an der Lackdichte erkennen, ob das Auto bereits in einen Unfall verwickelt war. Um diese zu überprüfen, können Sie ein Schichtdickenmessgerät zur Hand nehmen. So können mögliche Abweichungen festgestellt werden. Sollte sich die Abweichung auf mehr als 200 Mikrometer belaufen, ist dies ein Hinweis für eine Nachlackierung. Die Normdicke beträgt in der Regel 70 bis 250 Mikrometer. Bei neueren Fahrzeugen kann diese sogar 400 Mikrometer messen. Des Weiteren muss die Fahrwerksgeometrie stimmen. Das bedeutet zum einen, dass die Reifen nicht ungleichmäßig abgefahren sein sollten und zum anderen, dass die Spaltmaße nicht voneinander abweichen dürfen. Um dem nachzugehen, können Sie die Spaltmaße zwischen Kofferraumhaube und Rückscheinwerfern und Motorhaube und Scheinwerfen kontrollieren.

Einige Anzeichen lassen sich eventuell nicht mehr beheben und bleiben für einen Käufer sichtbar. Solange jedoch alle Schäden ordnungsgemäß und realitätsgetreu dokumentiert werden, steht einem Verkauf nichts im Wege.

Was gibt es beim Verkauf an eine Privatperson zu beachten?

Beim Verkauf eines Unfallfahrzeuges an eine Privatperson haben Sie mehrere Möglichkeiten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Internetportale und -börsen über die Sie Ihren Wagen verkaufen können. Einige Portale suchen für Sie einen passenden Käufer und vermitteln zwischen beiden Parteien. Dies scheint ein bequemer Weg zu sein, sein Fahrzeug zu verkaufen. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit selbst mit möglichen Interessenten in Kontakt zu treten. Bei einem Online-Inserat ist es wichtig, alle Schäden und den Fahrzeugzustand im Allgemeinen exakt und wirklichkeitsgetreu zu dokumentieren. Dabei kann es hilfreich sein, Fotos von dem Wagen samt der Schäden hochzuladen. Das kann die Abwicklung beschleunigen, da ein Interessent bereits vor einer Besichtigung ein Bild vom Fahrzeug bekommen und sich gegebenenfalls einen Besuch sparen kann. Vor einem Verkauf an eine Privatperson sollten Sie sich bei mehreren Fachmännern Schätzungen zum Restwert des Autos einholen. So bekommen Sie eine Orientierung, wie hoch Sie den Verkaufspreis ansetzen können. Sie wollen sich ja schließlich nicht über den Tisch ziehen lassen. Zusätzlich können Sie sich in einer Fachwerkstatt Ratschläge einholen, wie Sie Ihr Fahrzeug beim Verkauf idealerweise annoncieren. Gegenüber dem Käufer sollten alle Schäden erwähnt und bestenfalls anhand von Reparaturbelegen dokumentiert sein. So gehen Sie sicher, dass der Käufer nicht im Nachhinein behauptet, nichts von dem Schaden gewusst zu haben. Dieser hat nämlich binnen zwei Wochen nach Vertragsabschluss das Recht, den Kaufvertrag nichtig zu machen, sollten Schäden verschwiegen worden sein.